GARTENSPAZIERGÄNGE 2002
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SPAZIERGANG AM 5.6. 2002: GARTEN AM SOCIETAETSTHEATER,
HOF DES KLASSIZISTISCHEN BÜRGERHAUSES WALLGÄSSCHEN 5

Landschaftsarchitekturbüro
Haufe-Lohse-Pätzig,
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GARTEN AM SOCIETAETSTHEATER, HAUPTSTRAßE 17/19

Den barocken Bürgerhäusern an der Hauptstraße waren rückseitig Blumen- und Nutzgärten zugeordnet. Die Gärten waren mit Sandsteinmauern oder Lattenzäunen umgeben. 1718 erwarb der Bildhauer Thomae das Grundstück Hauptstraße 17 einschließlich der Gartenanlage, die mit "Bäumen und Früchten" bepflanzt war. Thomae (1682-1751) hatte hier auch seine Werkstatt. Reste sind rückwärtig vom Pavillon noch heute zu erkennen.

Aus dem Plan von Hessler von 1828 ist uns der Grundriss der Anlage bekannt. Kennzeichnend für den Garten war eine axiale Gliederung deren Mitte durch ein Rondell betont wurde. Die Achse führte auf ein heute als "Thomae-Pavillon" bezeichnetes Lusthäuschen mit vorgelagertem Brunnen zu.

Seitlich hinter dem Societaetstheater befand sich der Obstgarten. Der Garten war mit Mauern umgeben. Im Laufe der Jahrhunderte wurden die Bürgergärten immer mehr mit Gewerbeeinrichtungen überbaut. Nur wenige Gärten, wie der Garten von Haus 17/19, blieben bis heute als solche erhalten Mit der Instandsetzung des Societaetstheaters und des Thomae-Pavillons war es möglich 1998 die Gartenanlage zum großen Teil wieder herzustellen.

Die axiale Gliederung wurde wieder aufgenommen. In von Buchs eingefassten Beeten wachsen Kräuter und Quittenhochstämme. Im ehemaligen Obstgarten wurden Apfelbäume gepflanzt.

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HOF DES KLASSIZISTISCHEN BÜRGERHAUSES WALLGÄSSCHEN 5

Der neue langgestreckte Baukörper in der Tradition der Remisen im Hof des klassizistischen Bürgerhauses Wallgässchen 5 teilt den Freiraum in eine nach Süden gelegene Hofseite und eine Gartenseite nach Norden zu. In diesem kleinen Raum wurde ein Maximum an Grün erhalten. Geprägt wird der Garten durch große vorhandene Bäume und einen Zugangsweg - die "Grüne Welle", eine geschwungene Kontur die immer gegen eine Gerade läuft. Vegetationsflächen sind sanft modelliert und mit einem Staudenteppich überzogen.
Im Gegensatz dazu ist der Hof bewusst schlicht und sachlich gehalten. Er wird charakterisiert durch ein Kiesband mit locker platzierten Kübelpflanzen und einem individuellen Brunnen genannt die "glitzernde Welle". Materialien sind hier Edelstahl, Granit und grauer Splitt.




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